Vom Hirten zum Tourismusmanager : Zeitung Africa Positive
Ausgabe Nummer 12- Seite 43
Zusammenfassung:
Vom Hirten zum Tourismusmanager
Visionen für einen nachhaltigen Tourismus in Madagaskar
Tourismus als integrierter Bestandteil der Entwicklungshilfe ist schon lange kein Traum mehr. Das Modell des Community-Based-Tourism (CBT) ist dabei ein besonders erfolgsversprechendes als Instrument der "Hilfe zur Selbsthilfe". Kaum ein anderes Land wie Madagaskar ist geeigneter, um diese Konzept großräumig umzusetzen.
Die Provinzstadt Tulear ist nur 200 km entfernt vom Sonderreservat "Beza-Mahafaly". Mit dem Geländewagen braucht man dafür fast 9 Stunden. Doch die Mühen sind es Wert, denn der Reisende wird mit einem einzigartigen Naturerlebnis belohnt - auf der Reise selbst wie am Zielort.
Das kleine Schutzgebiet, das wissenschaftlich von der Forstlichen Fakultät der Universität Antananarivo betreut wird, liegt im Südwesten Madagaskars. Die Trockenwälder der Region gehören zu den letzten verbleiben Naturwäldern dieser Art im Land. Urweltlich anmutende Didiraceen prägen die Landschaft.
Diese Bäume wirken mit Ihren langverzeigten und dornenbewehrten Stämmen wie überdimensionale Kakteen. Hier finden zahlreiche seltene und bedrohte Tiere wie die Strahlenschildkröte, die Schleichkatze und fünf Lemurenarten eine Heimat.
In den lichten Wäldern in es ein Leichtes, in kurzer Zeit Tiere in ihrem natürlichen Umfeld zu beobachten.
Besonders die Larvensifakas erregen das Interesse der Besucher.
Mit ihrem dichten Fell und den großen Kulleraugen, wirken sie mehr wie Kuscheltiere und nicht wie Halbaffen.
Beza-Mahafaly und die Umgebung sind ohne Zweifel ein Eldorado für Naturliebhaber.